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Neueste Informationen zum Stand der PKD-Tests bei anderen Katzenrassen
(Quelle: Dr. med. vet. Rainer Schubbert, Unit
Manager Applied Genetics, Eurofins Medigenomix GmbH, 26.2.2007)
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Bei der PKD1 bei Katzen handelt es sich um eine Erkrankung die
u.a. zur Bildung von Nierenzysten führt.
In dem von uns durchgeführten Test wird eine Mutation von
C nach A in Exon 29 des PKD1-Gens analysiert (Literatur: Feline
Polycystic Kidney Disease Mutation Identified in PKD1, Lyons et.al,
J. Am. Soc. Nephrol 15: 2548-2555, 2004) . Die Mutation führt
zu einem Längenverlust des in diesem Gen codierten Proteins
von ca 25%. In einer wissenschaftlichen Studie vom Herbst 2004
war bei allen 48 klinisch erkrankten Katzen diese Mutation heterozygot
vorhanden. Homozygote Tiere wurden nicht gefunden, weil sie offenbar
schon vor der Geburt absterben. In klinisch gesunden Katzen wurde
die Mutation nicht nachgewiesen. Diese Daten weisen darauf hin,
dass Katzen, die diese Mutation besitzen an dem klinischen Bild
der PKD erkranken werden. Ausserdem vererben diese Katzen die
Erkrankung statistisch an 50 % ihrer Nachkommen.
Untersuchungen bei Menschen haben gezeigt, dass es noch andere
genetische Ursachen für eine PKD gibt. Daraus kann geschlossen
werden, dass es auch bei Katzen weitere genetische Ursachen für
eine PKD gibt, die mit dem hier durchgeführten Test nicht
erkannt werden können.
Dieser Test erkennt wie oben beschrieben genau eine Mutation.
Diese Mutation ist bisher hauptsächlich bei Persern beschrieben
worden. Der betroffene Genabschnitt ist jedoch bei jeder Katze
(und auch z.B. bei jedem Hund oder Mensch) vorhanden. Das bedeutet,
dass man ihn bei jeder Katze untersuchen kann. Da diese eine Mutation
bei fast allen betroffenen Perserkatzen zum klinischen Bild der
PKD führt ist davon auszugehen dass sie dies auch bei jeder
anderen Katze bewirkt.
Wir haben diese Mutation bisher ausser bei Persern u.a. bei
British Shorthair, Norwegischer Waldkatze, einer Sibirischen Waldkatze,
einer Europäischen Kurzhaar gefunden. Im Prinzip besteht
die Möglichkeit, dass die identische Mutation unabhängig
bei verschiedenen Rassen aufgetreten ist oder, was viel wahrscheinlicher
ist, die Mutation bei einer Perserkatze aufgetreten ist und Nachfahren
dieser Katze die diese Mutation tragen beabsichtigt oder unbeabsichtigt
in andere Rassen eingekreuzt wurden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Katzen welche die PKD1 verursachende
Mutation tragen diese auf 50 % der Nachkommen vererben. Der weitaus
größte Teil der betroffenen Katzen stammt aus Perserzuchten.
Es besteht die Möglichkeit, dass Perserkatzen die PKD1 Wildtyp
(gesund) sind trotzdem eine Nierenzystenerkrankung bekommen. Inwieweit
die Unterschiede in der Ausprägung des klinischen Bildes
von genetischen Kofaktoren abhängen ist nicht geklärt.
Umgekehrt ist es so, dass Tieren die mischerbig PKD1 mut (krank)
sind durchaus ein langes beschwerdefreies Leben bevorstehen kann.
Man sollte sie jedoch unbedingt aus der Zucht nehmen und den Nierenstatus
überwachen sodass man rechtzeitig reagieren kann wenn das
Tier leiden sollte.
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